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Streets Of Hope - (Straßen der Hoffnung)
ein Projekt in Kooperation mit Center for Independent Social Research, St. Petersburg (CISR) und Goethe Institute St. Petersburg
Das Projekt setzt sich mit den dynamischen Veränderungen der urbanen Lebenswelt von St. Petersburg auseinander.
Im Mittelpunkt des Projektes stehen St. Petersburger Taxifahrer. Sie sind zu Hause im öffentlichen Raum und bewegen sich täglich durch die Stadt. Sie sind Experten im Straßennetz und kennen sich auch in entlegenen Winkeln aus. Sie sind Fachleute, wenn es um die Wahrnehmung von Veränderungen und Brüchen, oder auch langfristiger Alltagsbeobachtung geht.
In Zusammenarbeit mit dem Center for Independent Social Research ist es das Ziel des Projektes, das Expertenwissen der Taxifahrer über urbane Veränderungen zu aktivieren. Mit ihren Kenntnissen können sie den öffentlichen Diskurs, der üblicherweise von Stadtplanern, Politikern und Investoren auf demokratische Weise ergänzen und um eine Perspektive „direkt von der Straße“ bereichern.
REINIGUNGSGESELLSCHAFT befragte Taxifahrer in Zusammenarbeit mit Sozialwissenschaftlern vom CISR zu ihren Perspektiven auf den Stadtraum. Sie wurden gebeten, anhand ihrer Erlebnisse, einen Straßen- oder Ortsnamen frei zu erfinden. Dieser neue Name soll für den jeweiligen Aspekt der gesellschaftlichen Veränderung stehen, welcher Teil der Erzählung ist.
Das Projekt beinhaltet eine künstlerische empirische Feldforschung, deren Ergebnisse im Film verdichtet werden und die Menschen mit ihren Botschaften in den Mittelpunkt stellt.
In einem zweiten Schritt des Projektes ist die Transformation des neu gewonnenen Wissens in den öffentlichen Raum St. Petersburgs geplant. Dabei soll dieses Wissen auch durch öffentliche Partizipation diskutiert und ergänzt werden.
Im Zusammenhang damit soll ein von der RG entworfenes partizipatives Stadtmöbel im öffentlichen Raum St. Petersburgs aufgestellt werden. Es handelt sich um einen Tisch mit der Form eines Stadtplanes von St. Petersburg. Auf dem Stadtplan werden Straßen und Ortnamenvorschläge der Taxifahrer eingetragen. Gleichzeitig stehen Marker zur Verfügung mit denen Passanten die Möglichkeit haben zu kommentieren und zu ergänzen. Die Ergebnisse der künstlerischen Feldforschung können in der Folge das Material für weitergehende wissenschaftliche Arbeit am CSIR sein. Die entstandene Installation kann nach Abschluss an einem geeigneten Ort in St. Petersburg temporär ausgestellt werden.
Ziel des Projektes ist die Entstehung eines Denkraumes, der gesellschaftliche Utopien und Alltagsrealität in Beziehung setzt und verdichtet.
Partnerorganisationen
Centre for Independent Social Research (CISR)
www.cisr.ru
Oleg Pachenkov, (CISR)
Lilia Voronkova, (CISR/free lance)
gefördert von:
Goethe Institut St. Petersburg
www.goethe.de |