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The Readymade
Demonstration
re-staging the East German peaceful revolution
ein Projekt im Rahmen von Descent
To Revolution des Bureau For Open Culture
REINIGUNGSGESELLSCHAFT (RG) organierte eine performative Aktion
im Stadtzentrum von Columbus Ohio. Die Teilnehmer ließen
eine der Ostdeutschen Demonstrationen des Herbstes 1989 wiedererstehen.
Dahinter steht die Idee, eine Demonstration als Kulturtechnik
zu begreifen.
Die Demonstration nutzt die originalen Slogans von 1989. Dennoch
geht es nicht um Geschichte, sondern um die Wahrnehmung der individuellen
gesellschaftlichen Rolle.
Im Vorfeld der Demonstration veranstaltete die RG einen Banner-
Workshop. Dessen Teilnehmer waren eingeladen, sich nach einer
offenen Diskussion an der Herstellung der Banner zu beteiligen.
der historische Kontext
Die Friedliche Revolution von 1989 führte zum Fall des Eisernen
Vorhanges und veränderte die geopolitische Landschaft nachhaltig.
Der Hauptslogan der Bewegung "Wir sind das Volk" steht
für den Willen der Leute, die Macht zurückzuerobern.
1989 brach die DDR nach 40 zusammen. Was einst als Vision einer
klassenfreien Gesellschaft begonnen hatte, schlug in der realen
Existenz fehl. Dennoch war die ursprüngliche Absicht vieler
Demonstranten die Schaffung einer gerechteren Gesellschaft auf
der Grundlage eines echten Sozialismus. Schnell wurde klar, dass
dieser Wunsch eine Illusion bleib. Nach dem fall der Berliner
Mauer begann unmittelbar ein Prozess der Anpassung and die Werte
der westlichen Konsumgesellschaft.
der zeitgenössische Kontext
Die Neuinszenierung der Demonstration überträgt sie
in den specifischen Kontext der USA. Das Konzept der RG ist ein
künstlerisches "readymade" in Form einer politischen
Demonstration. Diese Kontextverscheibung kann als kreativer Anachronismus
gelten. Wiederaufführung ist eine Art des Verstehens. Sie
öffnet Raum für Reflexionen zur gegenwärtigen Situation.
Die globale Fianzkrise hat zu ähnlichen Fragestellungen geführt:
Wie kann soziale Ungleichheit ausgeglichen werden, und wie wirkt
sich Gesellschaft auf die persönliche Sphäre aus? Ist
die kapitalistische Wirtschaftspraxis der Expansion und des Wettbewerbes
das ideale Model für eine nachhaltige Entwicklung? Wie kann
Gesellschaft als ein Modell für Teilhabe und Aktivität
neu definiert werden?
Vor em Hintergrund von Parallelgeselllschaften und ausgegrenzter
Klassen entsteht ein wachsender Bedarf nach einer breiten inhaltlichen
Auseinandersetzung und für ein kritisches Bewusstsein.
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