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Autonomie und politisches Handeln

In einem 32 minütigen Video zeigt REINIGUNGSGESELLSCHAFT die Ergebnisse einer Feldforschung zu informellen Künstlernetzwerken in Japan. Die Arbeit dient der Schaffung von Referenzpunkten in einer modellhaften Fallstudie.

These 1
Wachsender Ökonomisierungsdruck auf die gesellschaftlichen Verhältnisse führt zu Solidarisierung und Zusammenschluß in informellen Künstlernetzwerken. So können Produktions- und Infrastruktur (Räume, Technik, Beziehungen) unterhalten werden. Auch wird Öffentlichkeitsarbeit organisiert, Zielgruppen gesucht und Profile erarbeitet. Ein interdisziplinärer Dialog ermöglicht den Aufbau von internationalen Beziehungen und Netzwerken. Temporäre Produktionsformen des Übergangs entziehen sich offizieller Politisierung. Wirtschaftliche Formen im non Profit Bereich (Freiwilligenarbeit, Selbstausbeutung, Tauschökonomie) müssen kritisch hinterfragt werden.

These 2
Die Ausbildung von Gruppenidentitäten hat Auswirkung auf künstlerische Inhalte. Politisierung und Ökonomisierung setzen sich in den kleinteiligen Strukturen der Künstlernetzwerke fort. Es ist kaum unterscheidbar, ob das aufgezwungen oder freiwillig passiert. Die Organisationsstruktur basiert auf Freiwilligenarbeit, ist aber auch abhängig von öffentlicher Förderung, Spenden, Sponsoring.

These 3
Künstlerische Handlungsräume wählen bewußt Gesellschaft zum Bezugssystem ihrer Produktion. Es gibt in diesem Sinne keine Autonomie. Außerdem wird innovatives Potential alternativer Lebens- und Produktionsformen als Teil einer temporären Lifestyle - Kultur assimiliert und integriert.

Masato Nakamura, Peter Bellars, Command N (Tokyo)

command N - wurde im April 1998 gegründet und ist eine Künstlerinitiative, die vorrangig mit Interventionen im öffentlichen Raum auftritt.
Der Name ist vom Macintosh Tastenbefehl command " + n" abgeleitet, der ein neues Fenster und neue Perspectiven öffnet. Als unabhängige Organisation führt cpommand n seit einigen Jahren das internationale video festival Akihabara TV durch. Zur Präsentation der Videoarbeiten werden die Monitorwände in Elektrodiscounts im Stadtteil Akihabara genutzt.

www.commandN.net

Masayuki Kawai, Katsuyuki Hattori, Videoart Center (Tokyo)Katsuyuki Hattori, Videoart Center (Tokyo)

Video Art Center Tokyo ist eine unabhängige Organisation für Videokunst. Der Zusammenschluß dient der gemeinsamen Nutzung eines Büros und technischer Ausrüstung. Außerdem werden Videoscreenings organissiert. Das Ziel des Video Art Center ist ein internationales alternatives Netzwerk zur Verbreitung von Videokunst. Das Center wird unabhängig als non-profit organisation betrieben und versucht, einen kritischen Mediendiskurs zu etablieren.

www.vctokyo.org

Yosuke Ito, (Tokyo) Shinichi Yanai (Kyoto)W Cube Project and PUDDLES

Yosuke und Shinichi sind aktiv für Puddles, ein internationales Netzwerk und Austauschprogramm. Es wurde 1998 als unabhängige Künstlerinitiative gegründet. W Cube - der Name steht für works, words und world - führt eine neue Beziehung von Kunst und Öffnetlichkeit ein. Weiterhin wird die Idee von Künstlernetzwerken in Japan vertreten.

http://puddles.itodenwa.com

Chiaki Sakaguchi - Void Chicken webmagazine on alternative art spaces

VOID Chicken ist ein online Verzeichnis von alternativen Kunsträumen und stellt Informationen zu alternativen Kunstaktivitäten in Japan and international zur Verfügung. Die Definition von "alternativ" variiert in Abhängigkeit von Orten und Absichten, und umfasst auch Gruppen ohne wirklichen Raum und experimentelle Projekte.
VOID Chicken schafft ein Netzwerk von Verbindungen zwischen autonomen Aktivitäten und bringt Zugang zu zeitgenössischen Kunstaktivitäten.

http://www.a-walk.net/void/alternative

Ajako Nakano, Clean Brothers (Osaka)

Clean Brothers sind eine Gruppe von jungen, meist weiblichen Künstlern, welche ein einzigartiges Projekt zur Finanzierung ihrer Strukturen betreiben. Als Gegenleistung für freie Ausstellungs- und Atelierräume werden regelmässig verschiedene Reinigungsjobs übernommen. Die Arbeit der Reinigungsfirma dient der Sicherung der Unabhängigkeit von privaten oder öffentlichen Förderern.

http://www.cb-jp.com

Nov Amenomori, REMO (Osaka)

Nov ist Kuratorin des Ausstellungsraumes REMO. Die Aktivitäten bewegen sich im Bereich Feldforschung, Experiment, Entwicklung und Präsenation von Inhalten der Medienkunst. Neben Videoscreenings und Künstlergesprächen werden Ausbildungsprogramme und Medienworkshops angeboten.

http://www.remo.or.jp

Takashi Sasaoka, CAS (Contemporary Art and Spirits, Osaka)

Takashi ist der Leiter von CAS, einer Nonprofit Organisation, die experimentelle und nichtkommerzielle künstlerische Arbeiten zeigt. CAS besteht seit 1998. wichtig ist außerdem die Vernetzung mit anderen internationalen Organisationen.

http://cas.or.jp

Hiroshi Yoshioka, curator and philosopher

Ist eigentlich Philosoph, arbeitet als freier Kuartor und ist Professor am IAMAS (Institute of Advanced Media Arts and Sciences) in Ogaki, Japan. Außerdem war er bis Ende 2003 TRedakteur und Herausgeber des kritischen Kunstjournals Diatxt, welches vom Kyoto Art Center publiziert wird.

http://www.nk.rim.or.jp/~hyshk/index.htm

Hitomi Hasegawa "work-in-progress", curator, Tokyo

Kuratorin zeitgenössicher Projekte. Realisierte verschiedene Projekte mit japanischen und europaischen Künstlern.

h-hase@mtb.biglobe.ne.jp


Roger Mc Donald, AIT Arts Initiative Tokyo

AIT ist eine NPO und besteht aus sechs Kuratoren und Kulturmanagern. Das Ziel ist, zeitgenössische Kunst breiten Schichten zugänglich zu machen und in einen sozialen Zusammenhang zu rücken. Es wird ein Ausbildungsprogramm angeboten. Seit November 2003 wurde ein Artist in Residence Programm in Tokio ins Leben gerufen. Daneben werden Ausstellungen organisiert, sowie Künstlergespräche und Symposien abgehalten.

http://www.a-i-t.net

Masaki Yamaguchi, Yoshioka Kaihatsu, FADs art space (Tokyo)

Masaki ist Organisator des FADs art space. Der Ausstellungsraum wurde im August 2000 in Kunitachi-shi, Tokyo gegründet. Es handelt sich im Gegensatz zu kommerziellen Galerien um einen Ort, der auf ehrenamtlicher Basis funktioniert. FADs Art space verlangt von den ausstellenden jungen Künstler(innen) nicht eine sonst übliche Galeriemiete. Im Gegenzug übernehmen die Künstler Arbeiten, wie Galeriedienste. Auf der Basis einer Tauschökonomie entsteht ein Freiraum, der von den Künstlern zur Kunstproduktion genutzt werden kann.

http://www.fads-artspace.com


Tetsuya Ozaki , Publisher/Editor in Chief of REAL TOKYO and ART IT

Herausgeber und Redakteur der kulturellen suchmaschine REAL TOKYO und der englisch/japanischen Kunstzeitschrift ART-IT. Das Ziel ist die Anregung des Dialoges zwischen der japanischen Kunstszene und der internationalen Kunstwelt.

http://www.realtokyo.co.jp

 

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